NÜSCHT! "HÖREN SEHEN SAGEN"

LP & CD 2007


Tracklist:

01. Klasse Alter (Leseprobe / Hörprobe)
02. Pippi Hackfresse (Leseprobe)
03. Für Dich (Leseprobe / Hörprobe)
04. Egofotze (Leseprobe / Hörprobe)
05. Schlechtes Umfeld (Leseprobe)
06. Die Welt ist schön (Leseprobe / Hörprobe)
07. Extrabreit (Drunkpunk Leipzig) (Leseprobe / Hörprobe)
08. Alte Schule (Leseprobe)
09. Pornos schon am Morgen (Leseprobe)
10. Perfektes Arschloch (Leseprobe)
11. Abschiedslied (Leseprobe / Hörprobe)
12. Ideologie (Leseprobe)
13. Mein Fön ist tot! (Leseprobe)
   

Die Platte wurde beim Hazy aufgenommen.

Bei "Mein Fön ist tot" sprang Müsli (Splatter Bunnies) zur Unterstützung an ihren Kontrabass.

Wir gaben unser Bestes nun wäre es schön, die Scheibe in Eurem Plattenregal zu sehen!

Besuche unseren Tante-Emma-Laden! Da gibt´s Tonträger, Buttens etc.!

Einige Songs gibt es auch gekürzt zum runterladen.









Klasse Alter

Klasse Alter wirklich echt
Das war ja wieder mal nicht schlecht
Super bist Du nicht zu beschreiben
Dich kann wirklich jeder leiden

Lässig Gel ins Haar geschmiert
Und ein Schlips dein Halse ziert
Schwiegermuttis Liebling bist Du
Hat wer Probleme, hörst Du zu

Im Job da bist Du angeseh’n
Für Dich ist das Leben schön
Bist nicht Durchschnitt wie die Meisten
Und kannst Dir mal was leisten

Das Reihenhaus ist schon gebaut
Hast im Dorf die schönste Braut
Du liebst sie innig, sie Dich auch
Den Nachwuchs trägt sie schon im Bauch

Du bist ein wahrer Glückspilz
Alles fliegt Dir zu
Nur eines das muss ich Dir sagen
Mein Glück ist, ich bin nicht Du



Pippi Hackfresse

Nicht mehr lang’ dann bin ich schön
Hab auch mit Kotzen kein Problem
Ein Möhrchen und ein Schnittchen nur
Gibt’s jeden Tag für die Figur
Fitnesswahn im Studio
Laufband und Bauch, Beine, Po
Ich bin schärfer als ein Messer
Egal was ihr könnt, ich kann es besser

Euch zeig’ ich es allemal
Ich bin die Schönste hier im Saal
Mit mir kann sich niemand messen
Denn meine Fresse, die kann echt stressen
Schminke brauch’ ich Kiloweise
Drunter sieht’s echt aus wie Scheiße
Doch mach’ ich mir da nix draus
Ich seh ja sonst fantastisch aus

Spieglein, Spieglein an der Wand
Wer ist die Schönste hier im Land
Dass ich noch kein Model bin
Liegt am fehlenden Termin
Bisher hat ich keine Zeit
Strotz ich doch vor Eitelkeit
Seh nicht nur gut aus, hab Stil
Und Kohle hab ich auch bald viel


Für Dich

Den schlimmsten Durchfall wünsch ich Dir
Und nie genügend Klopapier
Für das was Du der Welt getan
Solltest Du zur Hölle fahr’n
Flieg nach Bagdad, ich zahl den Flug
Für Dich ist mir nichts gut genug
Springst Du dann durch’s Minenfeld
Fehlt es sicher nicht am Geld

Anschließend schnips ich Dich zum Mond
Damit sich auch der Aufwand lohnt
Fall tot um und beiß ins Gras
Dein Essen würz ich Dir mit Glas
Zwölf mal täglich Nasenbluten
Von Schlägertypen nur die Guten
Ein Messer in Dei’n krummen Rücken
Tät mich ganz und gar entzücken

Ich wünsch Dir Syphilis und Tripper
Dazu ein Date mit Jack the Ripper
Juckreiz und nen Hautausschlag
Alles das was keiner mag
Bei Zahnschmerz und bei Tinitus
Ist bei mir noch lang nicht Schluss
Lügen haben kurze Beine
Ich schmeiß nen Knüppel zwischen Deine

Richtig find ich erst Ruh
Liegst Du im Loch und scheißt Dich zu
Eines ist mir wirklich Recht
Geht es Dir so richtig schlecht!


Egofotze

Ich, ich und nicht Du!
Willst Du was?
Mach ich die Ohren zu!
Wichtig ist nur was ich will!
Ich will es jetzt und hier
Drum sei endlich still!

Ref.:

Denn ich bin eine Egofotze,
wenn ich Dir auf den Kuchen rotze,
nenn ich es noch Zuckerlasur!
Du spielst doch schon ne Nebenrolle!
Was willst Du mehr, was willst Du nur?

Du hast gar nix hier zu sagen!
Du hast ne Meinung?
Wie kannst Du’s wagen!
Hast du Wünsche oder Träume?
Da scheiß ich drauf!
Denn die sind Schäume!

Ref.

Meine Meinung die ist richtig
Sag was Du willst
Es ist eh’ nicht wichtig!
Mein Hirn ist größer als Dein Kopf
Ich bin so klug
Du nur ein armer Tropf

Ref.

Für mich zählt einzig nur mein Leben
Denke nicht an And`re
Was soll mir das schon geben?
Schreck ich doch vor nichts zurück
Ich lieb mein Spiegelbild!
Wen interessiert Dein Glück?

Ref.




Schlechtes Umfeld

Ich bin ein dufter Typ, angenehm und nett
Mein Benehmen ist einfach perfekt
Vom Charakter Frohnatur, man lädt mich gerne ein,
doch immer nur alleine darf ich zur Party rein.

Ref.:

Es ist mein schlechtes Umfeld, ja das ist unbequem
Mein viel zu schlechtes Umfeld ist nicht gern gesehn.

Ein gern gesehner Gast und ne Stimmungskanone
Immer was zu sagen, der Intellekt nicht ohne
Hilfsbereit und immer schnell zur Hand
So bin ich, als Mensch bei allen bekannt.

Ref.2.:

Es ist mein schlechtes Umfeld, ja das ist unbequem
Mein viel zu schlechtes Umfeld, lässt mich mies aussehn

Auch ein Charmeur, doch kein mieser Schleimer,
Die Damenwelt sie liebt mich, wie kaum noch einer
Ich sabbere nicht, ich kann mich artikulieren,
Kann allen Frauen hier, mächtig imponieren

Ref.3: Es ist mein schlechtes Umfeld, ja das ist unbequem
Mein viel zu schlechtes Umfeld, kann ich nicht umgehn.

Das Ding ist nur ich sag Euch was,
mit meinem Umfeld da hab ich Spaß
Wir brauchen keinen Marshall, nur als Bassverstärker,
Und ja, „ICH SUCHE ÄRGER“

Ref.4:

Es ist mein schlechtes Umfeld, ja das ist unbequem
Mein viel zu schlechtes Umfeld…




Die Welt ist schön

Die Welt ist schön, genau das wollt ich hörn
nichts kann Dein Optimismus stör’n
Du magst alle Menschen, jedes System
Nichts ist Dir zu unbequem
Ein Ja-Sager, rosa Brillenträger
Wie die Welt dann wirklich ist, siehst Du erst später

Ref.:

Wenn es vorbei ist wirst Du sehn
Nichts war wirklich wunderschön
Wenn es zu spät ist wirst Du sehn
Nichts war wirklich wunderschön

Reich bleibt reich und arm bleibt arm
Der eine friert, dem Andern ist warm
Die Brücke das ist sein Zuhaus
Nur mit Schnaps hält er das aus
Du trinkst Wein in froher Rund
Und Du suchst nie den Grund

Im Feinkostladen kaufst Du ein
Ins Essen kommt nur Gutes rein
Der Andre der hat keine Wahl
Gesundheit die ist scheißegal
Bis zum Ersten soll es reichen
Sonderwünsche, die muss er streichen

Vergnügen, Theater, Kabarett
Zuhause steht das Himmelbett
Der Nerz hilft gegen die Kälte
So etwas sieht er hier selten
Der Mantel der hat tausend Flicken
Und sein Bett das kannste knicken

Ref:


Extrabreit (Drunkpunk Leipzig)

Vollgesoffen, fett, enthemmt
Ab und zu auch dekadent
Drunk - Punk Leipzig hoch die Becher
Skins und Punks sind laute Zecher

Nehmen Hausverbot in Kauf
Uns egal wir scheißen drauf
Kein Wetter zu schlecht kein Weg zu weit
Wir sind mal wieder extrabreit

Musik und Bier sind unsre Drogen
Selten glätten wir die Wogen
Man ist doch recht ineffizient
Doch dabei stets konsequent

Hast Du uns richtig erkannt
Dann weißt Du wir sind auch brillant
Ewig laut und doch galant
Dann bringen wir Euch an des Wahnsinns Rand

Wer nicht mehr laufen kann der setzt sich wieder
Und macht noch ein paar Bierchen nieder
Mit nem Liedchen auf den Lippen
Lässt es sich doch besser kippen

Um den Heimweg nicht zu vergessen
Wird die Straße ausgemessen
Der Marsch zurück ist noch so weit
Wir sind mal wieder extrabreit

Drunk - Punk Leipzig hoch die Becher
Skins und Punks sind laute Zecher
Kein Wetter zu schlecht kein Weg zu weit
Wir sind mal wieder extrabreit

Drunk - Punk Leipzig hoch die Becher
Skins und Punks sind laute Zecher
Kein Wetter zu schlecht kein Weg zu weit
Wir sind mal wieder extrabreit






Alte Schule

Früher da war alles besser
Ohne Knarre, ohne Messer
Hattest Du mal ein Problem
Irgendwann, mit irgendwem
War er zum diskutier’n zu dumm
Haute man ihn einfach um

Ref:

Man klärte es auf die alte Weise
Prügelte ihm seine Scheiße
Mit sehr viel Witz und etwas Charme
Ganz einfach mal aus seinem Darm

Doch wie ist es heutzutage
Ein Streit wird glatt zur Landesplage
Bullen, Klage, Rechtsanwalt
Knast und Besserungsanstalt
Mit Vorladung und Strafanzeige
Ist man auf der sich’ren Seite

Ref:

Wenn Irgendjemand wo falsch parkt
Man in der Bahn nicht zahlen mag
Oder einen mal beleidigt
Die Anzeige es schnell beseitigt
Doch Du willst ein Resultat
Ihm ordentlich Eins überbrat!

Ref:


Pornos schon am Morgen

Nichts ist so hart wie die Latte
Die ich heute Morgen hatte
Das Ding stand wie ein starker Recke
Unter meiner Schlafbettdecke
Betrachte ich mir mein Kaliber
Packt mich gleich das Pornofieber

Ich Brauch nicht mehr betteln oder flehen
Muss nur zum Video-Verleih rübergehen
Auch nicht mehr spannen oder lauschen
Kann meine Frauen mit Kumpels tauschen
Außerdem spar ich viel Geld
Und hab die schönsten Frauen der Welt

Ref.:
Pornos schon am Morgen
Vertreibt Kummer und Sorgen
Pornos am Abend
Erquickend und labend
Am liebsten doch den ganzen Tag
Der Film zeigt mir was ich so mag


Filmchen rein Player an
Steh ich alleine meinen Mann
Täglich, stündlich, kann’s nicht lassen
Muss mir an die Eier fassen
Die Kamera im Großbild zeigt
Wie Uschi sich am Torsten reibt

Das Taschentuch auf meinem Bauch
Führ ich Regie wie ich es brauch
Vor, zurück, zur Seite, ran
Ein Arsch, ein Schwanz, ein geiler Mann
Ob im liegen, stehen oder sitzen
Kann ich so oft ich will abspritzen

Ref.






Perfektes Arschloch

Mit Deinem schwarzen Ledersessel, sitzt Du im Büro
Du bist ein echtes Arschloch und das war schon immer so
Du gehst uns auf die Nerven so richtig auf den Geist
Du hast den Bogen raus, wie man beim Reden scheißt

Ref.:

Du bist ein echtes Arschloch, ja da bist Du perfekt
So einer von der Sorte das man treten soll nicht leckt!

Du hattest noch nie Freunde, Dich kann keiner ab
Schon als Kind warst Du alleine und das bleibt so bis ins Grab
Du bist ein echtes Ekel, benimmst Dich wie ne Sau
Und wenn Du mal besoffen bist, schlägst Du sogar ne Frau

Ref.

Hinter Deinem weißen Hemd und Deinem schwarzen Schlips
Verbirgt sich nur ein Vollidiot, ohne jeden Grips
Machst Du mal die Fresse auf, laberst Du nur Mist
Du hast noch nich geschnallt, dass Du ein Wichser bist

Ref.




Abschiedslied

Ich wünschte mir es wär ein Traum
Denn ich glaub es kaum
Und ich hoff er wär vorbei – einerlei
Die Seifenblase ist jetzt zerplatzt – Absprung verpasst
Doch irgendwann vergeht auch der Schmerz – ohne Scherz

Du hast mir das Herz gebrochen
Hast wohl mit dem Arsch gerochen
Weißt genau wie Du es machst
Mich benutzt und dann auslachst
Fühle mich total beschissen
Sehne mich nach Deinen Küssen
Deinen Augen früh am Morgen
Wenn unterm Pony sie verborgen
Groß, glasklar und strahlend blau
Doch bist und bleibst ne dumme Sau

Vor kurzem war’s noch wunderbar
So wie’s für mich noch niemals war!
Doch jetzt ist`s vorüber
Mich nicht zu seh’n wär für Dich klüger
Hast zertreten mir mein Glück
Deshalb gibt es kein zurück
Werden wir uns noch mal seh’n
Wirst Du liegen und ich steh’n

Streichel Dich ein letztes Mal – im schwarzen Plastiksäckel
Ciao, see you in hell!
Ein letzter Blick
Und schließ den Deckel…


Ideologie

Es quält sich durch die Nacht
Ein altes, stinkend Vieh
Es folgt der Macht
Und Fahnen weh’n
Es marschiert die Ideologie

Dunkle Gläser, zornig Stirn
Abzeichen, Uniform
Tief im weichen Hirn
Fahnen schwenkend
Bohrt sich dieser Wurm

Frisst sich in die Augen
Wütet in den Ohrn
Tötet die Gefühle, stärkt den Glauben
Strotzt vor Kraft & Stärke
Und trotz allem tot geboren

Nimm Dich in Acht und pass gut auf
Kleiner Mann was nun
Der Parasit sich festgesetzt
Gestorben das Individuum
Hast Dich überschätzt

Deine bescheidne Existenz
Hast Du Dir selbst zu verdanken
Lebst in Deinem Moloch
Aus selbst gesteckten Schranken



Mein Fön ist tot!

Heute geht es richtig los
Ne geile Party, riesengroß
Damit ich richtig Punkte lande
Gehts noch in die Badewanne
Rein in die Klamotten, doch was ist das
Meine Haare sind ja noch klitschnass
Ich nehm den Fön, doch ich seh rot
So’n Dreck, mein Fön ist tot!

Panik macht sich bei mir breit
Ich seh ja aus wie’n Popperweib!
Die Haare müssen struppig steh`n
Und sich in alle Richtung dreh`n
Was soll`n denn nur die Andern sagen
Schon dreht sich rum mein armer Magen
Ich lauf gegen Wände und ich seh rot
Womit hab ich das verdient, mein Fön ist tot!

Die Zeit die drängt ich muss was tun
Da kommt ja auch die Lösung schon!
Bin ja ein Individuum,
ne Veränderung ist da nicht dumm
Die Hand sie zittert, doch ich muss handeln
Mein Fön ist tot, ich muss mich wandeln
Bevor ich noch vor Wut zerplatze
Schneid ich mir ne geile Glatze!

Das Haar ist ab und nichts ist mehr
Genau so wie noch vorher
Kein waschen, schneiden, föhnen
Kein Haare färben und kein tönen
Welch göttlich Fügung das wohl war
Nie wieder Stress mit meinem Haar
Nun sehe ich nie wieder rot
Ich lach nur noch: Mein Fön ist tot











Alle Texte © by NÜSCHT!