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Freitag 02.09.06. PUNX PICNIC in Torgau. Zum 10-jährigen Geburtstag. Auf geht’s Nietzba und Heiko on the road. Nach der Ankunft wurden das Gelände und die Begebenheiten aussondiert. Man hatte mal wieder eine Bühne neben dem Brückenkopf aufgebaut. Ich finde das schöner als im Gebäude, da man an der frischen Luft ist und es ist logischerweise im Freien nicht so eng wie drinne. Wir stellten fest, dass die erste Band „Sittenstrolche“ mit zweistündiger Verspätung loslegten. Na gut. Wird ein langer Abend. Die Strolche rissen mich persönlich nicht so vom Hocker. Ich finde sie zu metallastig, aber Geschmäcker sind verschieden. Danach sollten „Die Pflastersteine“ spielen. Erkennen konnte man das daran, dass sie ein Schild mit dem Bandnamen aufhingen. Amüsanterweise blieb dieses Schild dann bis zum Ende des Abends dort platziert. Auch diese Band konnte mich nicht richtig überzeugen, wobei ich einige Male zumindest mit dem Fuß im Takt wippte. Langsam füllte sich der Platz vor der Bühne. Als nächstes sollten „BlumentopfErde“ spielen. Die habe ich bereits in Glaubitz gesehen. Dort bin ich trotz einiger Miesmacher (M.N.) mit viel Optimismus zur Bühne gegangen und wurde schwer enttäuscht. Da ich diesmal nix von der Band erwartete, war die Enttäuschung logischerweise weniger groß. Wer bei MTV oder VIVA Erfolg haben will, sollte auch für so ein Publikum spielen, denn meiner Meinung nach passen die Pferde da gut rein. Doch konnte ich dem Ganzen sogar noch etwas Positives abgewinnen. | Ein (fast vollständig) Betrunkener erklomm die Bühne (zum ersten Mal an dem Abend) und hatte einiges am Publikum auszusetzen. Dies sollte sich im Laufe des Abend, zu meiner Freude, noch einige Male wiederholen. Ansonsten Pferde in die Erde. Es folgten „Sperrzone“, von denen ich schon einige verdammt gute Auftritte gesehen habe, aber auch 1, 2 die mich absolut nicht vom Hocker rissen. Beim Picnic konnten sie mich mal wieder begeistern.
Endlich ging der Abend richtig los. Danach starteten die „STARTS“. Für mich eine Spaßbremse, da mich die Band noch nie wirklich überzeugen konnte. Jetzt kommt das große AUßER: Mit den Schleimkeimcovern. Und genau so eines gab es dann auch noch. Nun bestiegen „Hard Core Hippies“ die Bühne. Ein ungewohnter Sound mit einer sehr guten Stimme. Doch ab dem 3. Lied hat es mich nur noch genervt. Das Gelaber, welches zwischen den Liedern kam, war auch nur lästig. Die Band hat sich den Titel „Enttäuschung des Abends“ redlich verdient. Dann wurde es etwas still an und auf der Bühne. Maskierte Leute mit Fackeln, Silvesterknallern und anderen Waffen erkletterten die Bretter der Welt. Es erklang der Song "MILLITANTE MASSNAHMEN GEGEN GLEICHLAUFSCHWANKUNGSGEGNER" und die Show ging los. Mit Hits wie „Punx understand no Fun“, „English ist doof“ und „Atomeisbrecher“ wurde das Publikum angeheizt. Leider wurde das Set vom betrunkenen Basser unterbrochen, was sowohl beim Rest der Band als auch beim Publikum für Unmut sorgte. Zwischendurch spielte Faun (Ex- Oi!melz Leipzig) von Faunamok noch seinen Klassiker „Scheißbier“. Nach einem viel zu kurzem Auftritt war die Show vorbei. Trotz des Patzers hatte sich der Abend gelohnt. "Gleichlaufschwankung" sind immer wieder sehenswert. | Samstag 03.09.06 Den Samstag begannen „Lord James & The Moe Sislack Experiance“. Ich kann mich kurz daran erinnern, dass ich sie gesehen hab. Da ich mir nichts dazu gemerkt habe, war'n sie wohl nicht umwerfend. Es folgten die „BLEACH Boys“ – Nietzbas Favoriten. Schneller Punkrock der mir gefallen hat. Danach „Soul Invaders“, auch keine Highlight. Der Fuß wippte zumindest ein paar mal. Langsam bildete sich vor der Bühne eine Pfütze. Dann endlich „F.B.I.“ die habe ich ja ne halbe Ewigkeit nicht mehr gesehen. Die Jungs legten einen fantastischen Auftritt hin. Ich sehe die Bundespolizei jedes mal wieder gerne. Inzwischen wurde die Pfütze immer größer. Faun weiß uns darauf hin, dass dies kein Produkt von verschüttetem Bier war, sondern aus dem Gulli hochgedrücktes Abwasser vom Klo. Daraufhin nahmen wir Abstand vom entstehenden Sumpf, um missliche Situationen zu umgehen. Nun kamen “Menace“, diese kannte ich zu meiner Schande bisher nicht. Asche aufs Haupt, denn die Band ist empfehlenswert. Das Mikro wurde dann nach einer etwas längeren Vorbereitungspause an "OHL" abgegeben. Die Heeresleitung tobte los und riss das Publikum mit. Es wurden viele Hits gespielt und der Pogo bebte.@Heiko |