Badrina bei Delitzsch 2005






Wir wurden von Toni eingeladen, bei einem kleinen Geburtstagskonzert im beschaulichen Badrina zu spielen. Wie findet man Badrina. Man nimmt ein weißes Blatt Papier und legt das neben eine Karte von Sachsen. Dann fährt man mit dem Finger Richtung Westen. Wenn man mitten auf dem weißen Blatt angelangt ist, befindet sich da irgendwie Badrina. Ein Ort im nirgendwo. Wir backten unsere Koffer und fuhren los. Natürlich waren wir wieder viel zu pünktlich da. Die anwesenden Jugendlichen waren über die 3 Kurzhaarigen und 2 Bunthaarigen sehr erstaunt. Vor allem, als wir damit anfingen nach Freibier zu brüllen. Die uns gestellten Fragen beantworteten wir frech und keck, man war es anscheinend irgendwie nicht gewohnt, dass andere so viel dünnes Quatschen können. Wer wir denn seien, wurde so mit einem einfachen: „NÜSCHT!“ beantwortet. Was ja prinzipiell stimmt, nur manchmal keine Erklärung gibt. Wenn man einmal in einem Luftkurort wie Badrina ist, sollte man eine Rund- oder Besichtigungsreise antreten. Das die nach 30 Minuten zu Ende war sei erst mal egal, den 15 Minuten davon standen wir nur rum und amüsierten uns. Der „Saal“ füllte sich allmählich mit ca. 50, dass war auch nicht weiter schwer, denn der Raum ist nicht groß. Die erste Band „Rapid“ konnte kaum einen wirklich vom Hocker reisen. Und wir dachten schon das es ein müder Auftritt werden könnte. Doch wir staunten nicht schlecht, als sich nach und nach bei unserem Stelldichein immer mehr Leute bewegten. Wir gaben alles, unser Schlagschwein spielte sich sogar blutig. Im Großen und Ganzen war der Auftritt an sich gelungen. Nur was in der Zwischenzeit vor dem Klub passierte war nicht die feine Britische. Ein Schmierfink musste unbedingt seine Spuren an diversen Mauern hinterlassen. Was nicht schön ist, da die Leute so Stress mit ihrem Bürgermeister bekommen sollten. Doch eines muß man uns erklären, wie können wir gleichzeitig auf der Bühne stehen und draußen dämliche Sprüche an die Wände schmieren. Weiterhin sind wir wohl alle aus dem Alter raus, dass wir uns so verewigen müssen. Deshalb hat von uns keiner verstanden, warum der Barmann Tage später unsere Sängerin bedrängte, um die Bandmitglieder anzeigen zu können. Gestört hat uns das persönlich kaum, nur etwas lästig war es schon und vor allem, kindergartenreif.











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